Kilos Kinder & Karriere
klebrig ist es auf dem Teller

Schmeckt´s? Gelassen bleiben wenn´s klebrig wird

Das Leben mit Kind ist klebrig!!!

Mit das Erste, an das man sich als Neu-Mama gewöhnen muss ist eine klebrige Angelegenheit. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar von Anfang an. Machen wir es kurz: Es, also das Baby, klebt nicht nur sprichwörtlich vom ersten Moment an einem, quasi wie ein Schatten. Nein, es klebt auch wirklich. Alles ist seit der Geburt meines Kleinen irgendwie klebrig.

Nie wieder ohne Feuchttücher!

Ich hab die Packungen in allen Größen, in allen Handtaschen, Autofächern, Kinderwagen, Jackentaschen und im Haus verstreut.

Muttermilch ist schon klebrig. Sie tropft einfach so am Körper runter. Am Kind vorbei. Dem Kind ins Gesicht, wenn es schon längst fällig ist und die Brust gleich platzt. Dem Kind wieder aus dem Mund beim Beuerchen und dir in den Nacken.

Stilleinlagen! Als ich die vor der Geburt von einer Freundin geschenkt bekommen habe, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht, ob ich die brauche. Doch, die braucht jeder! Mal mehr, mal weniger. Unglaublich, diese neue Körperfunktion deiner einst sexy Zone. Nix mehr sexy.

Wie jede Frau hatte ich so meine Pläne fürs stillen, die natürlich schon wie die Geburt auch nicht so wie geplant verliefen. Ich sehnte am Ende das abstillen herbei, war innerhalb von 2 Tagen auch durch. Und ich dachte naiv wie ich war, jetzt endet dieses sich ständig klebrig fühlen.

Wenns mal schnell gehen muss: Das Kind in die Spüle und sauber ist es wieder! Für gefühlte 5 Minuten.

Allerdings hab ich hier die Rechnung ohne meinen Spross gemacht.

Ständig sind so kleine Hände irgendwo. Und immer da, wo es klebrig ist!

Manchmal haben wir ihn einfach kurzerhand ins Spülbecken gesetzt, weil es am schnellsten ging. Wie in Italien im Urlaub.

 

 

Jetzt geht´s los: selbst essen!

Noch wilder wird es, wenn die Kleinen beschließen ihr Essen selbst zum Mund zu führen. Denn zuvor muss es gemäß der Natur natürlich untersucht und inspiziert werden. Konsistenz, Schwerkraft und Geschmack werden abwechselnd untersucht.

Das sieht dann ungefähr so aus:

Kartoffelbrei mit Spinat mit der Schaufel-Hand-Technik

Nahrung kommt auf den Teller.

Nahrung wird visuell mit großen Augen begutachtet.

Fingereinsatz: Draufdrücken, in die Hand nehmen, drücken.

Geschmackstest: Wie schmeckt das?

Wieder raus damit. Anschauen und abtasten.

Nochmal geschmacklich testen, ab in den Mund damit.

 

 

Interessant scheints ja zu sein.

Nahrung wieder raus.

Schwerkraftprüfung: Wie verhält es sich, wenn die Nahrung hochgehalten und runter geworfen wird?

Es fällt. Verrückt. Aber gut. Dann ab damit in den Mund, denn der Magen knurrt.

Gut, dass da noch mehr auf dem Teller ist..

Kein Blut, nur Ketchup im Haar. Teller abgeleckt. Gut war´s!

Und das geht jetzt den ganzen Teller lang so, bis er am Ende leer ist und abgeschleckt wird. War wohl doch lecker..

Und hier reden wir noch nicht mal von der Zeit, wenn der Nachwuchs übt mit dem Löffel selbstständig zu essen. Suppe zu löffeln. Mit der Gabel etwas aufzuspießen. Gott lobe die Waschmaschine!

Danach klebt der Ketchup in den Haaren, der Joghurt im Gesicht und der Spinat an Händen und dem neuen Shirt.

So, seht ihr, deswegen haben wir einen Hund! Alles was da runterfällt muss ich nicht aufheben! Das frisst unsere Ida!

 

Mein Blogmama-Tipp:

  • Ja, man muss abgehärtet sein. Und manchmal nervt es und man muss auch eingreifen. Aber nur, wenn es offensichtlich nur noch ein rum panschen und rumspielen ist mit dem Essen.
  • Das Erkunden von Essen ist wichtig! Woher sollen sie wissen, das Kartoffelbrei eine andere Konsistenz hat als Kartoffeln, aber ähnlich schmeckt und eine gleiche Farbe hat?
  • Nudeln rutschen nun mal leichter von der Gabel als der Brei vom Löffel. Aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wir haben doch Zeit, Ihnen das in Ruhe beizubringen. Nur keine Hektik.
  • Mit Essen werfen geht nicht, aber wer vor lauter Hunger den Löffel zu schwungvoll über das Gesicht katapultiert macht das ja nicht für extra. Versucht zu unterscheiden, ob der oder die kleine Esserin spielt oder übt und unterstützt beim lernprozess, auch mal mit einfach nur machen lassen und den Wischmob holen.
  • Eine schöne und saubere Methode übrigens gibt es auch, um den ersten Umgang mit dem Messer und etwas „durchschneiden“ zu erlernen. Holzobst mit Klettverschluss ist hier sehr effektiv.

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